Duterte: Aussagen über Mordaufträge als Geständnisse gewertet
Die Vizepräsidentin Sara Duterte hat mehrfach erklärt, sie habe Mordaufträge gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez erteilt. Diese Aussagen werden als Geständnisse gegen ihre eigenen Interessen gewertet.
Die Staatsanwaltschaft reagierte auf die Verteidigung. Sie verwies auf unterschiedliche Aktennummern in den Berichten des National Bureau of Investigation (NBI). Der Zeuge Jeremy Lotoc, früherer Mitarbeiter der Cybercrime Division des NBI, sagte am 14. Juli aus.
Benjamin Tolosa Jr., ein privater Staatsanwalt, erklärte, die Vizepräsidentin habe ihre Aussagen in einer Pressekonferenz im November 2024 nicht zurückgenommen. Auch in ihrer Antwort und in den folgenden Tagen habe sie keine Klarstellung gegeben.
Tolosa betonte, Duterte habe die Aussagen nicht geleugnet. Stattdessen habe sie versucht, sie zu rechtfertigen. Sie habe gefragt, ob Rache aus dem Grab ein strafbares Delikt sei. Sie habe nicht zurückgenommen, dass sie einen Auftragskiller engagiert habe.
Die Vizepräsidentin hatte in der Pressekonferenz 2024 gesagt: "Mach dir keine Sorgen um meine Sicherheit. Ich habe mit jemandem gesprochen. Ich sagte ihm, wenn ich getötet werde, soll er BBM, Liza Araneta und Martin Romualdez töten."
Tolosa nannte solche Aussagen Geständnisse gegen eigene Interessen. Diese seien ausreichend, um ein Amtsenthebungsverfahren zu rechtfertigen. In einem Strafverfahren müsse ein Geständnis mit dem Nachweis des Verbrechens verbunden sein. Bei einem Amtsenthebungsverfahren sei das nicht notwendig.
Der Staatsanwalt Terry Ridon von der Bicol Saro Partei stimmte zu. Er sagte, die Verteidigung habe die Drohungen nicht geleugnet. Die Drohungen gegen den Präsidenten und seine Familie seien klar.
Die Abgeordnete Jannette Garin aus Iloilo bestätigte, dass das Video nicht manipuliert sei. Es zeige eindeutig die Vizepräsidentin, die die Aussagen gemacht habe.