Politik

Dumanjugs Bürgermeister verschiebt Handyverbot an Schulen

Der Bürgermeister von Dumanjug, Cebu, Efren Guntrano Gica, verschob das geplante vollständige Handyverbot an Schulen. Ursprünglich sollte das Verbot am 29. Juni 2026 in Kraft treten. Nun wird es erst im August umgesetzt. Bürgermeister Gica hatte zuvor angekündigt, dass Schüler ohne Handyinspektion nicht in die Schulen gelassen werden. Die Entscheidung sorgte für Aufsehen und Diskussionen in der Öffentlichkeit.

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Symbolbild: Envato

Die Verschiebung erfolgte nach einem Treffen mit Schul- und Polizeibeamten sowie Vertretern von Behörden, die für öffentliche Sicherheit, Katastrophenschutz, Soziales und Verkehr zuständig sind. Bürgermeister Gica erklärte, dass man den Schülern und Eltern Zeit geben wolle, sich an die Durchsetzung der Richtlinien des Bildungsministeriums zu gewöhnen. Viele Eltern hatten sich gegen die strikte Konfiszierungspolitik gewehrt, da sie jederzeit Kontakt zu ihren Kindern haben wollten.

Das Bildungsministerium hatte bereits fünf Anordnungen zur Regulierung von Handys an Schulen erlassen. Diese Anordnungen, die von 1999 bis 2026 reichen, betonen die Regulierung statt eines vollständigen Verbots. Schüler dürfen Handys mit in die Schule bringen, müssen diese jedoch während des Unterrichts ausschalten und in Taschen oder Schließfächern aufbewahren. Lehrer können Handys konfiszieren, wenn sie den Unterricht stören, und diese nur an Eltern oder Erziehungsberechtigte zurückgeben.

Bürgermeister Gica hatte seine Entscheidung nach dem Schusswaffenangriff an einer Schule in Tacloban City getroffen. Bei diesem Vorfall wurden drei Schüler getötet und 13 weitere verletzt. Gica wollte mit dem Handyverbot die Sicherheit an Schulen erhöhen und die Jugend vor den negativen Auswirkungen digitaler Geräte schützen. Er betonte, dass das Verbot nur eine von mehreren Maßnahmen sei, um die Gemeinschaft zu schützen.

Das Bildungsministerium hat bisher keine schriftliche Anordnung von Bürgermeister Gica erhalten. Schulbehörden forderten die Vorlage eines schriftlichen Erlasses, um die Vereinbarkeit mit den bestehenden Richtlinien zu prüfen. Bürgermeister Gica hatte seine Pläne bisher hauptsächlich über soziale Medien und Treffen kommuniziert. Die Verschiebung des Verbots zeigt, wie lokale Maßnahmen nationale Richtlinien beeinflussen können.

Quellen