Politik

Dumanjug verbietet Handys an Schulen

Die Schulen in Dumanjug, Cebu, verbieten Schülern ab sofort, Handys in den Unterricht mitzubringen. Das Ziel ist es, das Lernen und die Konzentration der Schüler zu verbessern. Bürgermeister Gungun Gica gab dies am Montag bekannt.

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Symbolbild: Envato

In einem Interview mit Super Radyo dzBB betonte Gica, dass die Maßnahme nicht als Reaktion auf jüngste Gewaltvorfälle an Schulen erlassen wurde. Vielmehr sei es eine persönliche Überzeugung von ihm, dass Handys im Unterricht stören.

Dumanjug ist eine Gemeinde im Südwesten von Cebu, etwa 70 Kilometer von Cebu City entfernt. Laut der Volkszählung von 2020 hat die Gemeinde mehr als 57.000 Einwohner. Die Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei.

Die Gemeinde steht vor Herausforderungen im Zugang zu Bildungsressourcen und digitaler Infrastruktur. Diese Probleme haben nach Angaben der örtlichen Behörden die Lernergebnisse der Schüler beeinträchtigt.

Gica beobachtete in den vergangenen Jahren einen deutlichen Rückgang der Lerngewohnheiten und Werte der Schüler. Er stellte fest, dass die Schüler während der Pandemie, als der Präsenzunterricht ausgesetzt wurde, schlechter abschnitten.

Unter der neuen Regelung werden konfiszierte Handys erst am Ende des Schuljahres zurückgegeben. Gica betonte, dass Verstöße nicht automatisch zum Schulverweis führen. Die Maßnahme wurde zuvor mit den Schulleitungen und den Barangay-Vertretern besprochen.

Gica ist überzeugt, dass die Maßnahme die Konzentration der Schüler im Unterricht verbessern wird. Er vermutet, dass Schüler besser lernen, wenn sie weniger Zeit mit Geräten verbringen und stattdessen Bücher lesen.

Obwohl die Maßnahme nicht als Reaktion auf Gewaltvorfälle an Schulen erlassen wurde, gab Gica zu bedenken, dass die langfristige Nutzung von sozialen Medien Schüler dazu bringen könnte, gewalttätige Handlungen nachzuahmen.

Das Präsidialamt äußerte sich ebenfalls zu der Maßnahme. Es sei ein gutes Ziel, wenn es den Schülern hilft, sich besser auf ihre Studien zu konzentrieren. Es sei jedoch noch unklar, ob die Strafe angemessen sei.

Das Präsidialamt hat die Meinung des Bildungsministers Sonny Angara eingeholt, aber noch keine Rückmeldung erhalten.

Quellen