Politik

Dumanjug verbietet Handys an Schulen

Die Stadt Dumanjug in der Provinz Cebu hat ein Verbot von Handys an öffentlichen Schulen eingeführt. Bürgermeister Efren Guntrano Gica betonte, dass das Ziel der Maßnahme nicht nur die Einschränkung von Geräten sei, sondern die Förderung positiver Werte bei den Schülerinnen und Schülern.

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Symbolbild: Envato

Das Verbot trat am 24. Juni 2026 in Kraft, nachdem es zu einem tödlichen Schusswaffenangriff an der San Jose National High School in Tacloban City gekommen war. Bei diesem Vorfall starben drei Schülerinnen und Schüler, mehrere weitere wurden verletzt.

Gica erklärte, dass die Maßnahme Teil eines umfassenderen Ansatzes sei, um das Verhalten der Schülerinnen und Schüler zu formen und den Fokus auf das Lernen zu legen. Er wünscht sich, dass die Schülerinnen und Schüler während der Pausen und Freizeiten Bücher lesen, anstatt sich mit Geräten zu beschäftigen.

Das Verbot soll auch die persönliche Interaktion unter den Schülerinnen und Schülern fördern. Gica äußerte, dass es schmerzlich sei, Kinder zusammen zu sehen, die sich aber nicht unterhalten, weil sie alle auf ihre Handys konzentriert sind. Er möchte, dass die Schülerinnen und Schüler miteinander reden, lachen und Ideen austauschen.

Unter der neuen Regelung dürfen Schülerinnen und Schüler keine Handys auf das Schulgelände mitbringen. Während der Übergangsphase werden konfiszierte Handys nach dem Unterricht zurückgegeben. Ab dem 29. Juni werden die Geräte jedoch nach den Disziplinarrichtlinien der jeweiligen Schulen einbehalten.

Die Stadt Dumanjug hat zudem verpflichtende Kontrollen an den Schuleingängen angeordnet, den Zugang zum Campus für Eltern und Erziehungsberechtigte eingeschränkt und die Einhaltung von Gemeindeverordnungen verschärft. Waffen, Sprengstoffe, scharfe Gegenstände und andere gefährliche Gegenstände sind auf dem Schulgelände verboten.

Die Reaktionen auf die Maßnahme fielen gemischt aus. Viele Nutzerinnen und Nutzer unterstützten das Verbot als Mittel zur Reduzierung von Ablenkungen und zur Verbesserung der Disziplin. Andere fragten jedoch, wie Schülerinnen und Schüler sowie Eltern im Notfall kommunizieren sollen.

Gica betonte, dass die Notfallkommunikation weiterhin möglich sei. Lehrerinnen und Lehrer dürfen weiterhin Handys für offizielle Kommunikation nutzen. Zudem bleibt das Notfallnetzwerk der Stadt, einschließlich der Philippine National Police, des Bureau of Fire Protection, des Municipal Disaster Risk Reduction and Management Office und der Barangay-Beamten, einsatzbereit.

Der Bürgermeister reagierte auch auf Kritikerinnen und Kritiker der Maßnahme. Er schrieb, dass Menschen, die nicht aus Dumanjug stammen, sich keine Sorgen um die städtischen Richtlinien machen sollten. Wer aus Dumanjug stammt und die Richtlinien nicht mag, solle eine andere Schule außerhalb von Dumanjug besuchen.

Quellen