Gesellschaft

DOJ und Opapru bilden Arbeitsgruppe zur Lösung von Clan-Konflikten

Das Justizministerium der Philippinen bildet eine technische Arbeitsgruppe mit dem Amt des Präsidentenberaters für Frieden, Versöhnung und Einheit. Sie soll Empfehlungen zur Lösung oder Verhinderung von Clan-Kriegen, sogenannten Rido, auf Gemeindeebene ausarbeiten.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Ein Memorandum of Agreement wurde zwischen dem Justizministerium und dem Amt des Präsidentenberaters in den Büros des Justizministeriums in Manila unterzeichnet. Es soll eines der langjährigen Probleme in der Bangsamoro-Region angehen.

Opapru-Generalsekretär Mel Senen Sarmiento betonte in einer Pressekonferenz, dass Rido oft ein Generationenkonflikt sei. Selbst die Inhaftierung eines Clan-Mitglieds reiche nicht aus, um den Konflikt zu beenden.

Sarmiento nannte die Bedeutung von gemeindebasierten Wiedergutmachungsmechanismen zur Lösung langjähriger Rido-Fälle. Diese Konflikte förderten bewaffnete Gewalt, vertrieben Familien und behinderten die Entwicklung.

Die Arbeitsgruppe will Mechanismen schaffen, die lokal vermittelte Friedensabkommen in die Strafjustizprozesse einbeziehen. Dies soll ohne Einschränkung der Anklagebefugnis oder der richterlichen Unabhängigkeit geschehen, sagte Justizminister Fredderick Vida.

Die Arbeitsgruppe umfasst Vertreter des Innenministeriums, der Polizei, des Ministeriums für öffentliche Ordnung und Sicherheit der Bangsamoro-Autonomen Region in Muslim Mindanao, lokale Regierungsbeamte und weitere Beteiligte. Sie soll ihre Empfehlungen bis September vorlegen.

Quellen