DMW legt Berufung gegen Freispruch von Ex-OWWA-Chef Ignacio ein
Das Department of Migrant Workers (DMW) hat am Freitag Berufung gegen den Freispruch von Ex-OWWA-Chef Arnaldo A. Ignacio in einem Korruptions- und Veruntreuungsfall eingelegt. DMW-Chef Hans Cacdac reichte beim Office of the Ombudsman eine Beschwerde gegen die Entscheidung vom 19. Juni ein.
Die Beschwerde richtet sich gegen Ignacio, frühere OWWA-Beamte und private Verkäufer. Ihnen werden Unregelmäßigkeiten bei einem Grundstückskauf im Wert von 1,4 Milliarden Pesos vorgeworfen. Das DMW argumentiert, dass das Office of the Ombudsman die Beweise falsch bewertet und die Gesamtumstände nicht berücksichtigt habe.
Die Beschwerde wirft den Beschuldigten Verstöße gegen das Anti-Graft and Corrupt Practices Act vor. Das Gesetz verbietet es, der Regierung oder privaten Parteien unrechtmäßige Vorteile zu verschaffen. Zudem wird ihnen vorgeworfen, die Regierung in einen nachteiligen Vertrag gedrängt zu haben.
Das DMW betonte, dass die Landbank das Grundstück auf 1,218 Milliarden Pesos geschätzt hatte. Später wurde ein zusätzliches Grundstücksteil einbezogen, was den Kaufpreis auf 1,416 Milliarden Pesos erhöhte. OWWA zahlte daraufhin 198 Millionen Pesos mehr, was das DMW als doppelte Bewertung bezeichnet.
Die Commission on Audit bestätigte diese Diskrepanz. Zudem stellte das DMW fest, dass 51 Wohnungen im Wert von 97 Millionen Pesos nicht existierten. Die Titel für diese Wohnungen wurden auf den Namen der Republik der Philippinen ausgestellt, doch bei einer Inspektion waren die Gebäude nicht mehr vorhanden.
Stattdessen fanden sich auf dem Grundstück Abrissmaschinen. Das DMW wirft den Beschuldigten daher vor, die Regierung geschädigt zu haben. Zudem seien öffentliche Gelder unrechtmäßig ausgegeben worden. Das Office of the Ombudsman hatte Ignacio bereits wegen Amtsanmaßung angeklagt.
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hatte Ignacio 2025 wegen des Grundstückskaufs entlassen. Ignacio war 2022 von Präsident Rodrigo Duterte zum OWWA-Chef ernannt worden.