Gesellschaft

DepEd verschärft Regeln für Bombendrohungen und Waffen an Schulen

Das philippinische Bildungsministerium DepEd hat seine Schuldisziplinpolitik verschärft. Bombendrohungen, einschließlich Bombenwitzen, sowie das Mitführen oder Verstecken tödlicher Waffen an Schulen zählen nun zu den schwersten Vergehen. Diese können zum Ausschluss oder zur Nichtwiederaufnahme von Schülerinnen und Schülern führen.

Die Maßnahmen sind Teil der umfassenderen Schul-Sicherheitskampagne des Ministeriums. Diese Kampagne zielt darauf ab, die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen zu verstärken. Hintergrund sind mehrere gewaltsame Vorfälle und Unterrichtsstörungen in den letzten Monaten in verschiedenen Teilen des Landes.

Bildungsminister Sonny Angara betonte, dass der Schutz der Schülerinnen und Schüler eine Priorität der Marcos-Regierung ist. Angara sagte, dass die Regierung keine Bedrohung für die Sicherheit der Schüler dulden werde. Es sei die gemeinsame Verantwortung aller, sicherzustellen, dass jede Schule sicher, friedlich und frei von Angst und Gewalt sei.

Die neuen Richtlinien sind in der DepEd Order 006, s. 2026, vom 24. März enthalten. Diese Verordnung institutionalisiert die Richtlinien zur Sicherstellung einer sicheren und motivierenden Lernumgebung. Sie fasst bestehende Schutz- und Disziplinpolitik für Schülerinnen und Schüler in einem einzigen Rahmenwerk zusammen.

Unter den überarbeiteten Richtlinien werden Bombendrohungen oder Bombenwitze sowie das Mitführen von Schusswaffen, Munition, Sprengstoffen, Stichwaffen und anderen tödlichen Waffen in Schulen oder schulischen Aktivitäten als schwerste Vergehen eingestuft. Schülerinnen und Schüler, die für solche Vergehen verantwortlich gemacht werden, können bei einem ersten Vergehen von der Wiederaufnahme im nächsten Schuljahr ausgeschlossen werden. Bei einem zweiten Vergehen droht der Ausschluss von der Schule.

Schulen müssen solche Fälle unverzüglich an die Strafverfolgungsbehörden und Sozialdienste weiterleiten. Die neuen Richtlinien sehen ein gestuftes Disziplinsystem vor, das auf der Schwere des Vergehens basiert. Erststufige Vergehen umfassen relativ geringfügige Verstöße wie das Ausstoßen von Flüchen, einfache Vandalismus, störendes Verhalten und das Verbreiten falscher Informationen. Die Strafen reichen von schriftlichen Verwarnungen und Elternkonferenzen bis hin zu Suspendierungen.

Zweitstufige Vergehen umfassen schwerere oder wiederholte Fehlverhalten wie Stalking, leichte körperliche Verletzungen, Diebstahl, Einschüchterung und Belästigung. Die Strafen reichen von Suspendierungen bis hin zu Nichtwiederaufnahme und schließlich Ausschluss bei wiederholten Verstößen.

Drittstufige Vergehen umfassen die schwersten Verstöße, einschließlich Mobbing, Totschlag, Mord, sexueller Übergriffe, schwerer körperlicher Verletzungen, dem Beitritt zu Straßengangs, dem Mitführen illegaler Drogen oder Alkohol in die Schule, lasziven Handlungen, Betrug bei Prüfungen, dem Teilen sexuell expliziter oder herabwürdigender Videos, die Schülerinnen und Schüler oder Schulpersonal betreffen, sowie Bombendrohungen und das Mitführen tödlicher Waffen.

Das DepEd klärte, dass die Nichtwiederaufnahme es einem Schüler erlaubt, das laufende Schuljahr abzuschließen, aber die Einschreibung im selben Schuljahr für das folgende akademische Jahr verbietet. Der Ausschluss führt zur sofortigen Entfernung des Schülers von der Klassenliste, obwohl geeignete Bildungsinterventionen weiterhin bereitgestellt werden können, um die Kontinuität der Bildung sicherzustellen.

Neben den disziplinarischen Maßnahmen müssen die Schulen Risikobewertungen durchführen, standardisierte und vertrauliche Meldeverfahren für Vorfälle einrichten und sofort psychische Gesundheits- und psychosoziale Unterstützung für betroffene Schülerinnen und Schüler bereitstellen.

Die strengeren Regeln kommen vor dem Hintergrund erhöhter Bedenken hinsichtlich der Schul-Sicherheit. In den letzten Wochen haben die Behörden mehrere Vorfälle von Gewalt an Schulen in Tacloban City und Cavite untersucht. Diese Vorfälle haben bei Eltern, Lehrkräften und lokalen Behörden Besorgnis über die Sicherheit auf dem Campus ausgelöst.

Diese Vorfälle wurden von einer Reihe von Schießereien und anderen Sicherheitsbedrohungen an Schulen in mehreren Regionen gefolgt. Dies führte zu Unterrichtsausfällen, Notevakuierungen, Polizeikontrollen und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, selbst nachdem viele der Drohungen als Scherze entlarvt wurden.

Die wiederholten Störungen haben die Notwendigkeit stärkerer präventiver Maßnahmen und klarerer disziplinarischer Richtlinien unterstrichen. Schulen arbeiten daran, sichere und geordnete Lernumgebungen während des gesamten Schuljahres aufrechtzuerhalten. Durch die Richtlinien zur Sicherstellung einer sicheren und motivierenden Lernumgebung will das Ministerium eine Kultur der Verantwortlichkeit fördern. Schulen sollen Orte sein, an denen Schülerinnen und Schüler frei von Angst, Gewalt und Einschüchterung lernen können.

Quellen