Gesundheit

Dengue-Fieber: Umweltzerstörung verschärft Ausbrüche auf den Philippinen

Dengue-Fieber ist auf den Philippinen hyperendemisch. Die WHO in Genf hat zyklische Anstiege beobachtet. Es kommt alle drei bis fünf Jahre zu schweren Ausbrüchen.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

Das DOH nannte die aktuellen Zahlen niedriger. In der ersten Dekade des Jahrhunderts lag die Zahl der jährlichen Fälle jedoch gelegentlich über 300.000.

Dengue-Fieber steht in engem Zusammenhang mit der Umwelt. Stagnierendes Wasser fördert die Vermehrung von Mücken. Diese legen ihre Eier in künstlichen Behältern ab, die Regenwasser sammeln.

Die We Are Water Foundation nannte schlechte Wasserlagerungspraktiken in städtischen und semi-urbanen Gebieten als Grund für die Zunahme von Mückenbrutstätten. Das erhöht das Risiko von Dengue-Ausbrüchen.

Die Sommerhitze auf den Philippinen veranlasst viele Menschen, Wasser in Eimern und Fässern zu lagern. Diese Behälter bieten ideale Brutstätten für Dengue-Mücken.

Die We Are Water Foundation empfahl, Wasser in Gemeinschaftsräumen zu managen. Behälter sollten regelmäßig geleert oder abgedeckt werden. Das soll die Mückenpopulation verringern.

Für Dengue-Patienten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Die Krankheit führt zu Flüssigkeitsverlust durch Fieber, Erbrechen und Plasmaaustritt.

Mediziner warnten, dass ein Flüssigkeitsverlust zu schweren Komplikationen führen kann. Dazu gehören Schock, Kreislaufversagen, Koma, Leber- und Nierenfunktionsstörungen und im schlimmsten Fall der Tod.

Die empfohlenen Flüssigkeiten umfassen Wasser, orale Rehydrationslösungen, Kokoswasser, klare Brühen und frische Fruchtsäfte. Koffeinhaltige, alkoholische oder zuckerhaltige Getränke sollten vermieden werden.

In kritischen Fällen können intravenöse Flüssigkeiten notwendig sein. Sie sollen das Plasmavolumen auffüllen und einen Kreislaufkollaps verhindern.

Außerdem tragen weggeworfene Plastikflaschen zur Verbreitung von Dengue-Mücken bei. Sie sammeln Regenwasser und bieten ideale Brutstätten.

Die WHO warnte, dass selbst eine weggeworfene Flaschenkappe genügend Wasser für die Vermehrung von etwa 20 Mücken enthalten kann.

Neben Plastikflaschen tragen auch weggeworfene Plastiktüten, Beutel, Lebensmittelbehälter und Verpackungen zur Verbreitung von Dengue-Mücken bei.

Aedes-Mücken sind gut an menschliche Umgebungen angepasst. Sie bevorzugen es, in der Nähe von Menschen zu leben. Die hohe Dichte an Plastikabfällen in Wohngebieten, entlang von Straßen und in Städten bietet ideale Brutstätten.

Quellen