Sicherheit

Davao will Schutz für philippinische Migranten stärken

In Davao City soll der Schutz für philippinische Migranten gestärkt werden. Ein Gesetzgeber hat eine Verordnung vorgeschlagen, um die Sicherheit von philippinischen Arbeitskräften im Ausland zu verbessern.

tricycle pedicabs in downtown intramuros street of manila city philippines
Symbolbild: Envato

Die Verordnung, die als Safe Migration Ordinance in Davao bekannt ist, wurde von der Stadträtin Rachel Zozobrado vorgeschlagen. Sie soll die Sicherheit von philippinischen Arbeitskräften im Ausland verbessern.

Zozobrado nannte 72 Fälle von Menschenhandel in Davao City im Jahr 2025. Diese Zahl sei die höchste in der gesamten Davao-Region. Jährlich verlassen fast zwei Millionen Filipinos das Land, um im Ausland zu arbeiten. Ihre Überweisungen stützen die nationale Wirtschaft.

Das System, das sie schützen soll, ist jedoch reaktiv statt präventiv. Untersuchungen beginnen erst nach einer Beschwerde. Rettungen erfolgen nach dem Missbrauch. Repatriierungen werden nach der Krise durchgeführt.

Die Verordnung soll eine Kultur der sicheren Migration fördern. Sie basiert auf vier Prinzipien: überprüfen, melden, schützen und teilnehmen. Diese Prinzipien sollen von allen Einwohnern von Davao befolgt werden, unabhängig vom Alter.

Die Verordnung fordert den Apat Dapat-Standard. Das sind vier Bedingungen, die in einfacher Sprache erklärt werden müssen. Diese Bedingungen müssen erfüllt sein, bevor ein Antragsteller eine Gebühr zahlt.

Die vier Bedingungen sind: Der Vermittler muss lizenziert sein, das Jobangebot muss genehmigt sein, die Einstellung muss offiziell sein und die Zahlung muss korrekt sein.

Die Verordnung erklärt einen Monat im Jahr zum Davao City Safe Migration and Anti-Illegal Recruitment Month. In diesem Monat sollen Informationskampagnen und öffentliche Dienstleistungen verstärkt werden.

Die Verordnung soll Jobmessen sicherer machen. Es sollen physisch getrennte und klar gekennzeichnete Arbeitsmessen für Auslands- und Inlandsjobs geben. Zudem soll die Genehmigung einer Job Fair Authority des Department of Migrant Workers für jede teilnehmende Agentur überprüft werden.

Die Verordnung fordert eine 48-Stunden-Abruffrist. So soll verhindert werden, dass Antragsteller unter Druck gesetzt werden, einen Vertrag zu unterzeichnen.

Zozobrado sagte, die Verordnung werde auch Schutzmaßnahmen gegen bekannte Anzeichen von Menschenhandel institutionalisieren. Dazu gehören die Beschlagnahme von Pässen, Vertragsersatz, erzwungene Unterkunftsschulden, Touristenvisa-Einsatz und die Anwerbung von Minderjährigen.

Die Verordnung sieht einen klaren Überweisungsweg vor. Dieser führt durch das vorgeschlagene Davao City Safe Migration OFW Families’ Welfare and Crisis Center zu verschiedenen Behörden. Dazu gehören das Local Committee on Anti-Trafficking, der Inter-Agency Council Against Trafficking, das Department of Migrant Workers, die Overseas Workers Welfare Administration, das Department of Social Welfare and Development und die PNP Women and Children Protection Desk.

Die Verordnung wird auch die Kampagne DCplinado OFW fördern. Diese soll Migranten über ihre Rechte und Pflichten informieren. Sie sollen gut informiert, gesetzestreu, finanziell vorbereitet und beruflich hervorragend sein.

Zozobrado sagte, der Ausschuss koordiniere derzeit mit dem Präsidenten der Association of Barangay Captains. Es sollen drei separate Treffen für die 182 Barangay Captains von Davao City stattfinden. Dabei sollen das Department of Migrant Workers, die Overseas Workers Welfare Administration und das OFW Families’ Welfare and Crisis Center des CSWDO beteiligt sein.

Zozobrado nannte auch laufende digitale Initiativen. Dazu gehören TaraKabayan, Power Mims und die KalingApp. Diese sollen ein Ökosystem bilden, um frühzeitig Warnzeichen von Missbrauch über den gesamten Weg eines Migranten zu erkennen. Das reicht von der Anwerbung bis zur Wiedereingliederung.

Die Stadträtin sagte, Prävention mache selten Schlagzeilen. Sie sei jedoch die höchste Form der Fürsorge. Das sei das, wofür Davao City stehe. Der Stadtrat hat die Privilegienrede von Zozobrado zusammen mit der vorgeschlagenen Safe Migration Ordinance in Davao in erster Lesung angenommen und sie an die zuständigen Ausschüsse verwiesen.

Quellen