Cebu City: Vertriebene warten nach Taifun Tino weiterhin auf dauerhafte Unterkünfte
EditNeun Monate nach dem verheerenden Taifun Tino, der am 4. November 2025 in Cebu City wütete, leben zahlreiche betroffene Familien weiterhin in Notunterkünften. Viele dieser Menschen warten vergeblich auf den Erhalt von Baumaterialien, die für den Bau dauerhafter Häuser an den zugewiesenen Umsiedlungsstandorten notwendig wären.
In den Sporthallen Urbanville Open Gym und Upper Site Open Gym im Barangay Pit-os sind provisorische Zelte für Dutzende Überlebende zum dauerhaften Zuhause geworden. Ursprünglich waren viele Betroffene in Evakuierungszentren in Schulen des Barangays Bacayan untergebracht, wurden jedoch dorthin verlegt, als der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde.
Die Lage der Bewohner ist besonders angespannt, da sie darüber informiert wurden, dass die Evakuierungszentren bis Ende August verlassen werden müssen, obwohl für viele noch kein fester Wohnsitz bereitsteht. Ein Beispiel für die schwierige Situation ist der 64-jährige Leopoldo Espinosa, dessen Haus in Sitio Common, Barangay Bacayan, durch den Taifun weggespült wurde.
Seine Familie lebt seit etwa acht Monaten in Evakuierungszentren und wartet auf die Bereitstellung staatlicher Baumaterialien, um auf dem vorgesehenen Umsiedlungsplatz ein bescheidenes Haus errichten zu können. Auch der 34-jährige Reynaldo Suquib ist im Evakuierungszentrum in Pit-os untergebracht, nachdem seine Familie aus Barangay Bacayan vertrieben wurde.
Eine Rückkehr in die ursprüngliche Siedlung ist für viele Betroffene nicht möglich, da diese Gebiete als unsicher für eine dauerhafte Bewohnung eingestuft wurden. Das Leben in den Zentren ist von prekären Verhältnissen geprägt: Während einige Bewohner ihren Lebensunterhalt durch Tageslöhne bestreiten, sind andere auf Renten oder kleine Einkünfte angewiesen.
Die Bewohner haben bereits wöchentliche Reinigungsaktionen organisiert, um das Gelände für die Umsiedlung vorzubereiten, doch die notwendigen Ressourcen zum Wiederaufbau fehlen weiterhin. Der Taifun Tino verursachte durch massive Überschwemmungen, Erdrutsche und zerstörerische Winde weitreichende Schäden, forderte hunderte Todesopfer und vertrieb tausende Familien in ganz Cebu City.
Während sich das erste Jahr seit der Katastrophe dem Ende neigt, hoffen viele Überlebende weiterhin darauf, dass das Versprechen eines dauerhaften Zuhauses bald Wirklichkeit wird.





