Cebu City: Stadtrat kritisiert geplante Millionenrückerstattung für Rotary-Konferenz
EditIn Cebu City sorgt eine geplante Rückerstattung in Höhe von einer Million Pesos für eine Rotary-Konferenz für politische Diskussionen. Die Veranstaltung, die im Mai 2026 stattfand, diente laut einer Resolution dazu, die Führungskompetenzen der Mitglieder durch Workshops und Vorträge zu fördern sowie die Verbindungen in den Regionen Visayas und Mindanao zu stärken.
Die Debatte wurde durch einen Vorschlag aus dem Büro von Stadträtin Nyza „Nice“ Archival ausgelöst. Dieser sieht vor, die Kosten für die District Conference 2026 des Rotary District 3860 aus dem Budget des Büros des Bürgermeisters für städtisch geförderte Aktivitäten zu erstatten. Demnach erhielt das Büro von Archival am 17. August ein Schreiben des Bürgermeisteramtes, das die Übernahme der Kosten für die bereits im Mai durchgeführte Konferenz beantragte und das Anliegen zur Prüfung und Genehmigung an den Stadtrat weiterleitete. Ob die Rückerstattung inzwischen bereits genehmigt oder ausgezahlt wurde, geht aus dem Dokument nicht hervor.
Stadtrat Harold Go stellte die Prioritätensetzung bei der Verwendung öffentlicher Mittel infrage. In einem Facebook-Post am 15. September 2026 kritisierte er die geplante finanzielle Unterstützung für eine Organisation, deren Veranstaltung bereits abgeschlossen war. Go betonte, dass öffentliche Gelder vorrangig den Grundbedürfnissen der Bewohner dienen sollten. Er argumentierte, dass die Summe von einer Million Pesos sinnvoller für die Versorgung mit Medikamenten, Lebensmittelhilfe für Familien oder die Finanzierung kleiner Projekte in den Barangays eingesetzt werden könnte. Die Bewohner benötigten stattdessen Unterstützung bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Wasser, Arbeitsplätzen und der Entwässerung.
Obwohl Go die gemeinnützige Arbeit von Rotary respektiere, lehnte er die spezifische Ausgabe entschieden ab. Er forderte zudem Transparenz über die Vergabe der Mittel und fragte nach den objektiven Kriterien, die einer solchen Unterstützung zugrunde liegen. Dabei stellte er die Frage, ob auch andere nichtstaatliche oder zivile Organisationen die gleiche Summe erhalten würden, sollten diese ähnliche Anträge stellen. Go unterstrich, dass Steuergelder nicht einfach zur Verfügung stehendes Geld seien, sondern das Geld der Bürger darstellten, weshalb jeder Peso einen klaren, notwendigen und messbaren Nutzen für die Öffentlichkeit haben müsse. Die Verfügbarkeit von Mitteln allein dürfe die Entscheidung für eine Ausgabe nicht rechtfertigen, so der Stadtrat.



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