BSP verschärft Regeln zum Schutz von Finanzverbrauchern auf digitalen Marktplätzen und Plattformen
Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) verstärkt die Regeln, um die Nutzer von digitalen Finanzmarktplätzen besser zu schützen. Diese Plattformen ermöglichen es Kunden, auf Finanzprodukte und -dienstleistungen von BSFIs zuzugreifen. Digitale Finanzmarktplätze bieten Produkte und Dienstleistungen wie Kredite, Versicherungen, Investitionen oder andere Finanzdienstleistungen von mehreren Anbietern an. Sie können auch nicht-finanzielle Produkte und Dienstleistungen wie Automobile, Reisen, Einkaufsmöglichkeiten und Lifestyle-Angebote anbieten, wenn diese mit einem Bank- oder E-Wallet-Produkt und -Dienstleistung verbunden sind oder einen Mehrwert bieten.
Gemäß Circular No. 1237 müssen BSFIs, die digitale Finanzmarktplätze betreiben, Standards für Risikomanagement, Datenmanagement, Verbraucherschutz und Kundenprüfung einhalten. Sie müssen auch ein Mindestkapital von ₱1 Milliarde unterhalten, um fortlaufende Investitionen in Technologie-Upgrades und Cybersicherheitsmaßnahmen zu unterstützen. BSP-Gouverneur Eli M. Remolona Jr. sagte: 'Die BSP fördert verantwortungsvolle Innovation, während sie daran arbeitet, sicherzustellen, dass Verbraucher geschützt sind, Risiken ordnungsgemäß gemanagt werden und das Vertrauen in das Finanzsystem erhalten bleibt.'
Die neuen Regeln definieren die Verantwortlichkeiten sowohl der Betreiber als auch der Drittpartei-Finanzdienstleister, die auf diesen Plattformen vorgestellt werden. Neben der Governance umfassen diese auch Akkreditierung, Leistungsüberprüfungen, Plattform-Sicherheit, Beschwerdemanagement und Rechtsmittel, Datenschutz sowie Einhaltung relevanter Gesetze, Regeln und Vorschriften. Um die Wahlfreiheit und den Wettbewerb der Verbraucher zu fördern, verlangt die Rundschreiben auch eine neutrale und unparteiische Darstellung von Finanzprodukten und -dienstleistungen.
Es wird auch verlangt, dass mindestens drei Dienstleister teilnehmen, die nicht mit der Gruppe oder dem Konglomerat des Marktplatzbetreibers verbunden sind. Die Rundschreiben macht auch ausdrücklich deutlich, dass Finanzinformationen nur mit Zustimmung des Kunden, über sichere Kanäle und in Übereinstimmung mit geltenden Gesetzen und Vorschriften weitergegeben werden dürfen. Im Wesentlichen reagiert die Regulierung auf die wachsende Nutzung von digitalen Finanzmarktplätzen. Diese können die Wahlfreiheit, Bequemlichkeit und den Zugang zu Finanzprodukten und -dienstleistungen der Verbraucher erweitern, während sie neue operationale und verbraucherschutzrechtliche Risiken mit sich bringen.