BSP: Externe Druckfaktoren für Philippinen bis 2027
Die Bangko Sentral ng Pilipinas erwartet, dass der externe Sektor der Philippinen bis 2027 unter Druck bleiben wird. Grund dafür sind hohe Energiepreise, strenge Finanzbedingungen und volatile Kapitalflüsse, die sich auf die Zahlungsbilanz des Landes auswirken.
Die Prognose spiegelt eine globale Wirtschaft wider, die für 2026 und 2027 nur mit 2,5 bis 3,0 Prozent wachsen soll. Das ist langsamer als vor der Pandemie und wird durch geopolitische Schocks gebremst. Die Weltwirtschaft passt sich strengen Finanzbedingungen und anhaltender Unsicherheit an.
Die Bangko Sentral ng Pilipinas betonte, dass anhaltende Energiepreissteigerungen, insbesondere durch Spannungen im Nahen Osten, eine stärkere Belastung für die externe Umwelt darstellen. Der frühere Trend der globalen Entinflation hat sich verlangsamt, mit erwarteten höheren Inflationsraten in 2026, besonders in Entwicklungsländern.
Hohe Öl- und Raffinerieproduktpreise beeinflussen Transport-, Produktions- und Lebensmittelkosten. Das erhöht die Inputkosten und senkt die realen Einkommen. Diese Dynamik könnte den Konsum und die Investitionen belasten und die Politik vor Herausforderungen stellen, Wachstum zu unterstützen und Preissteigerungen zu begrenzen.
Risiken bleiben auf der negativen Seite, durch die Möglichkeit eines längeren oder breiteren Konflikts im Nahen Osten, tiefere geopolitische Fragmentierung, erneute Handelskonflikte und schwächere Produktivitätsgewinne aus neuen Technologien. Der globale Handel und die Kapitalflüsse bleiben gedämpft und volatil.
Höhere effektive Handelsbarrieren, verschobene Lieferketten und erhöhte Unsicherheit belasten die grenzüberschreitende Aktivität. Der globale Handel wird voraussichtlich nach einem stärkeren Jahr 2025 im Jahr 2026 nachlassen. Kostengetriebene Faktoren werden eine größere Rolle bei der Gestaltung der externen Bilanzen spielen, zusammen mit strengen Finanzbedingungen und erhöhten Risikoprämien.
Hohe und volatile Energiepreise, nicht die schwache globale Nachfrage, werden voraussichtlich der Hauptdruckfaktor auf die externe Position der Philippinen sein. Die inländische Nachfrage hat sich ebenfalls abgeschwächt, aufgrund schwächeren Vertrauens und Investitionen. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2026 um 2,8 Prozent im Jahresvergleich.
Das Defizit der Zahlungsbilanz der Philippinen hat sich im ersten Quartal 2026 ausgeweitet, was mit schwächeren globalen und inländischen Bedingungen übereinstimmt. Das Defizit wurde durch höhere Importkosten und schwächere Kapitalzuflüsse getrieben. Die Krise im Nahen Osten erhöhte die Kraftstoff- und Rohstoffpreise, was die Importrechnung erhöhte und die finanziellen Zuflüsse durch schwächere andere Investitionen und gedämpfte ausländische Direktinvestitionen dämpfte.
Das Defizit der Leistungsbilanz weitete sich auf 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, was den Einfluss erhöhter Importkosten auf die Handelsbilanz widerspiegelt, zusammen mit schwächeren Einkommens- und Dienstleistungsbilanzen. Die Importe erweiterten sich aufgrund höherer Kraftstoff- und Rohstoffpreise und der anhaltenden Nachfrage nach Kapital- und Zwischenprodukten.
Das Wachstum der Exporte blieb größtenteils volumengetrieben, unterstützt durch stärkere Lieferungen von Elektronik, Maschinen und Transportausrüstung sowie Gold. Diese Gewinne reichten jedoch nicht aus, um den Anstieg der Importkosten auszugleichen. Das Primäreinkommen sank aufgrund niedrigerer Dividenden- und Zinseinnahmen, während das Dienstleistungsüberschuss sich verringerte, da die Importzahlungen die Einnahmen überstiegen.
Trotzdem unterstützten nicht-handelsbezogene Zuflüsse weiterhin die externen Konten des Landes. Reiseeinnahmen erreichten 3,2 Milliarden US-Dollar, Überweisungen beliefen sich auf 8,7 Milliarden US-Dollar und Einnahmen aus der Auslagerung von Geschäftsprozessen beliefen sich auf 7,3 Milliarden US-Dollar. Auf der Finanzierungsseite schwächten sich die Finanzkontenzuflüsse erheblich ab, was die Druckfaktoren durch das sich ausweitende Defizit der Leistungsbilanz verstärkte.