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Bonoan als Zeuge der Staatsanwaltschaft in Korruptionsuntersuchung gegen Romualdez

Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Verkehrsminister Manuel Bonoan als Zeugen in der Korruptionsuntersuchung gegen den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez gewonnen. Die Ermittler hoffen, durch Bonoans Insiderwissen mehr über die mutmaßlichen Korruptionsfälle zu erfahren.

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Symbolbild: Envato

Bonoan selbst stand wegen Plünderung und Korruption vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, Schmiergelder aus Projekten erhalten zu haben, die durch illegale Budgetzuweisungen finanziert wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Anklage gegen Bonoan erst am 28. Mai beim Anti-Korruptionsgericht Sandiganbayan eingereicht.

Der stellvertretende Ombudsman Mico Clavano erklärte am 30. Juni, dass Bonoan wertvolle Informationen über die Korruption im Parlament liefern könne. Er habe sich freiwillig bei den Ermittlern gemeldet und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt.

Bonoan soll detailliert schildern können, wie Abgeordnete Zuweisungen im nationalen Budget über das Department of Public Works and Highways (DPWH) für bevorzugte Projekte und Auftragnehmer eingefügt haben. Romualdez war zu dieser Zeit Parlamentspräsident.

Clavano betonte, dass Bonoans Aussage die Ermittlungen gegen Romualdez erheblich stärken könnte. Bonoan habe sich vor etwa drei Wochen schriftlich an die Staatsanwaltschaft gewandt und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt.

Der stellvertretende Ombudsman räumte ein, dass es eine schwierige Entscheidung war, Bonoan als Angeklagter fallen zu lassen. Er sei jedoch ein wertvoller Zeuge in den laufenden Ermittlungen gegen größere Zielpersonen.

Clavano erklärte, dass Korruption oft im Geheimen stattfinde und es selten gelinge, von außen in die Verschwörung einzudringen. Bonoan sei in einer einzigartigen Position, da er als Leiter des DPWH persönliche Kenntnisse über die Korruptionsfälle habe.

Senator Panfilo Lacson hatte in einer Rede am 15. September 2025 enthüllt, dass das DPWH unter Bonoan Projekte im Wert von 2,5 Milliarden Peso an den Geschäftspartner seiner Tochter vergeben hatte.

Clavano führte aus, dass bei der Entscheidung, Bonoan als Zeugen zu akzeptieren, dessen Alter und gesundheitliche Probleme berücksichtigt wurden. Bonoan war nach seiner Festnahme am 1. Juni wegen Bluthochdruck ins Krankenhaus eingeliefert worden und befindet sich seitdem in Haft.

Die Staatsanwaltschaft will die Verantwortlichen für einen der größten Betrügereien im nationalen Budget zur Rechenschaft ziehen. Sie hofft, durch Bonoans Aussage mehr über die Hintergründe der Korruptionsfälle zu erfahren.

Quellen