Wirtschaft

Bistum Laoag fordert sorgfältige Prüfung von Offshore-Windparks

Das Bistum Laoag hat zur sorgfältigen Prüfung geplanter Offshore-Windpark-Projekte in Ilocos Norte aufgerufen. Bischof Renato Mayugba betonte, dass die Entwicklung sowohl die empfindlichen Fischergemeinden als auch die Umwelt schützen soll.

tricycle pedicabs in downtown intramuros street of manila city philippines
Symbolbild: Envato

Die Position des Bistums basiert auf ausführlichen Konsultationen mit Fischern, Küstenbewohnern und anderen Betroffenen. Diese Konsultationen wurden durch das soziale Lehramt der katholischen Kirche begleitet.

Die geplanten schwimmenden Offshore-Windparks liegen in den Küstengewässern von Burgos, Bangui und Pagudpud. In diesen Gebieten sind Tausende Familien auf den Fischfang für ihren Lebensunterhalt angewiesen.

Mayugba betonte, dass die Kirche erneuerbare Energien nicht ablehnt. Sie unterstützt jedoch Entwicklungen, die sowohl die Integrität der Schöpfung als auch die Würde der Menschen achten. Besonders wichtig ist der Schutz von Gemeinschaften, die die sozialen und ökologischen Kosten der Projekte tragen könnten.

Der Bischof nannte den globalen Druck für saubere und erneuerbare Energien. Er betonte jedoch, dass eine echte ökologische Umkehrung die Verfolgung von grünen Energien nicht zulassen darf, wenn sie auf Kosten der Armen und der Zerstörung der lokalen Umwelt geht.

Mayugba verwies auf die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus. Er sagte, dass echter Umweltschutz nicht von Gerechtigkeit getrennt werden kann. Der Schutz der Umwelt muss auch die Sorge für die Armen und zukünftige Generationen einschließen.

Die Haltung des Bistums ist nicht nur eine Ablehnung des Fortschritts. Sie basiert auf der tiefen moralischen Pflicht, die Menschenwürde und die Integrität der Schöpfung zu schützen. Man müsse sowohl den Schrei der Erde als auch den Schrei der Armen hören.

Die Konsultationen zeigten weit verbreitete Bedenken unter den Küstenbewohnern. Sie fürchten, dass die geplanten Turbinen den Zugang zu traditionellen Fischgründen einschränken und marine Ökosysteme stören könnten, die die lokalen Gemeinschaften erhalten.

Mehr als 6.500 Fischergemeinschaften in Pasuquin, Burgos, Bangui und Pagudpud könnten wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommen. Permanente Sicherheitszonen um Offshore-Strukturen könnten das Fischen in den Gemeindegewässern einschränken.

Das Bistum äußerte auch Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen. Unterwasserbau, Betriebslärm und erhöhter Schiffsverkehr könnten marine Lebensräume stören und die Biodiversität in der Bangui-Bucht beeinträchtigen.

Mayugba forderte staatliche Behörden, Umweltexperten, akademische Institutionen, Jugendorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen auf, zusammenzuarbeiten. Sie sollen transparente, wissenschaftsbasierte Bewertungen der langfristigen ökologischen und sozialen Auswirkungen des Projekts durchführen.

Er forderte die öffentlichen Amtsträger auf, die gemeinsamen Gewässer zu schützen und die menschliche Ökologie über den Unternehmensgewinn zu stellen. Die Menschheit habe noch die Fähigkeit, zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames Zuhause zu bauen.

Der Bischof sagte, dass die Kirche die betroffenen Gemeinschaften weiterhin begleiten werde. Sie werde einen Dialog fördern, der auf Gerechtigkeit, Solidarität und verantwortungsvoller Verwaltung basiert.

Man könne einen gebrochenen Planeten nicht heilen, indem man das Leben der Menschen zerstört, die ihn schützen. Man werde die Gewässer verteidigen, die Armen schützen und die Zukunft bewahren.

Quellen