BIR und SwissCham vereinbaren Steuerreformen
Das Bureau of Internal Revenue und die Swiss Chamber of Commerce of the Philippines haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft bei Steuerverwaltung, Digitalisierung und Steuerdienstleistungen vertiefen. BIR-Kommissar Charlito Martin R. Mendoza nannte erste Erfolge aus den ersten sechs Monaten seiner Reformen im Rahmen des BIR DARES-Programms.
Die Vereinbarung wurde am 24. Juni 2026 bei einer Runde der SwissCham unterzeichnet. Dort informierte Mendoza Mitglieder der SwissCham, Vertreter der Schweizer Botschaft und andere Beteiligte über Reformen. Diese sollen die Steuerverwaltung vorhersagbarer machen, die Einhaltung erleichtern und die Steuerpolitik an die Bedürfnisse der Allgemeinheit anpassen.
Die Reformen sind wichtig für Unternehmen und Steuerzahler. Ein klares und weniger belastendes Steuersystem kann die Einhaltungskosten senken, Unsicherheiten reduzieren, das Vertrauen in die Regierung stärken und Dienstleistungen unterstützen. Diese Dienstleistungen sind auf öffentliche Einnahmen angewiesen, darunter Gesundheitsversorgung, Energie, Wohnen und Bildung.
Mendoza betonte, dass Steuerzahler Reformen eher verstehen, unterstützen und einhalten, wenn ihre Anliegen gehört und berücksichtigt werden. Eine Lehre aus den ersten sechs Monaten des BIR DARES-Programms ist, dass Reformen besser funktionieren, wenn die Betroffenen sie mitgestalten.
BIR DARES startete im Januar 2026. Es ist ein fünfpunktiges Reformprogramm, das Digitalisierung, Prüfungsreformen, Einnahmesammlung, Mitarbeiterförderung und Serviceverbesserung umfasst. Die Reformen wurden am 21. Januar 2026 auf einer Konferenz der Direktoren vorgestellt. Die Prüfungsreformen wurden als erste Priorität gesetzt.
Mendoza nannte die Verbesserung der Vorhersagbarkeit in der Steuerverwaltung als eine der ersten Prioritäten. Unternehmen können sich an die meisten Anforderungen anpassen, aber Unsicherheiten sind schwer zu managen. Im Januar führte das BIR Prüfungsreformen ein. Dazu gehören eine Politik mit einem Genehmigungsschreiben pro Steuerzahler und Steuerjahr, ein Verifizierungssystem, stärkere Rechenschaftsmechanismen und klarere Verfahren für Steuerprüfungen.
Das BIR will, dass Prüfungen und Bewertungen fair und nicht furchterregend sind. Steuerzahler, die ihre Pflichten erfüllen, sollen sich nicht wie Gegner behandelt fühlen. Gleichzeitig sollen Steuerhinterzieher mit Maßnahmen rechnen. Das BIR setzt Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegalen Handel und Steuerhinterziehung fort. Es will die Steuerverwaltung vorhersagbarer machen.
Das BIR hat Leitlinien für neue Steuerrahmen erstellt. Dazu gehören die vorgeschlagene Mindestaufschlagsteuer, Klarstellungen zur Besteuerung grenzüberschreitender Dienstleistungen und Richtlinien für das neue Bergbauabgabenregime. Zudem bereitet es die Umsetzung des Real Property Valuation and Assessment Reform Act vor. Das Gesetz wurde am 13. Juni 2024 unterzeichnet. Es will einheitliche Bewertungsstandards für Immobilien schaffen, den Marktwert als Basis für Immobiliensteuern einführen und die digitale Technologie in der Immobiliensteuerverwaltung fördern.
Mendoza sagte, dass Vorhersagbarkeit besonders wichtig ist, wenn Steuerzahler mit neuen Regeln und komplexen Transaktionen umgehen. Das BIR hat den Steuerzahlerweg von der Registrierung bis zur Lösung von Problemen überprüft. Es will Prozesse vereinfachen und zugänglicher machen.
Das BIR hat die Digital TIN über die eGovPH-Plattform gestartet. Es hat ein QR-gestütztes Registrierungszertifikat und ein Registrierungsabzeichen für Online-Geschäfte eingeführt. Durch einen QR-Scan können Verbraucher überprüfen, ob ein Online-Verkäufer beim BIR registriert ist. Verkäufer können ihre Einhaltung nachweisen, ohne unnötige Registrierungsinformationen öffentlich zu machen.