Baguio: Beliebte Stadt hat Luftprobleme
Baguio, die Sommerhauptstadt der Philippinen, lockt jährlich über eine Million Touristen mit frischer Bergluft. Doch die Luftqualität in der Stadt ist gefährlich. Die Luftverschmutzung in Baguio ist teilweise höher als in den Tiefebenen, die die Besucher verlassen.
Nathaniel Pepin, ein 32-jähriger Jeepney-Fahrer, arbeitet seit fast einem Jahrzehnt in Baguio. Er erinnert sich, dass die Stadt früher nach Kiefern duftete. Heute riecht es nach Abgasen. Pepin und etwa 2.000 weitere Jeepney-Fahrer verbringen täglich acht bis zwölf Stunden auf den Straßen von Baguio.
Die Stadtregierung ist sich der Luftprobleme bewusst. Tourismus ist jedoch ein wichtiger Wirtschaftstreiber. Nach den Pandemie-Lockdowns startete Baguio die Kampagne „Breathe Baguio“. Sie soll die Stadt als Gesundheitsrefugium vermarkten. Doch die Geografie der Stadt kann die giftigen Emissionen einschließen.
Satellitendaten zeigen, dass die Luftqualität in Baguio seit ihren schlechtesten Jahren zwar besser geworden ist. Fahrzeugemissionen halten die Stadt jedoch in einem prekären Zustand. Dies gefährdet die Gesundheit der Menschen, die die Stadt am Laufen halten.
Während der diesjährigen Karwoche, vom 29. März bis 5. April, überschritt die Luftqualität in Baguio mehrfach die „ungesunden“ Werte. Die WHO.
Die Feinstaubwerte in Baguio sind viermal so hoch wie der jährliche WHO-Grenzwert. Dieser Grenzwert ist in den Philippinen noch nicht eingeführt. Dies setzt Pepin und andere Fahrer, die den ganzen Tag auf den Straßen sind, einem höheren Risiko aus.
Die Luft in Baguio hat in den letzten 25 Jahren nie den jährlichen WHO-Sicherheitsstandard erreicht. Forscher der Atmospheric Composition Analysis Group (ACAG) an der Washington University in St. Louis schätzen, dass die jährlichen PM2.5-Konzentrationen in Baguio seit 1998 nie unter den WHO-Grenzwert gefallen sind.
Im Jahr 2010 war Baguio die am stärksten verschmutzte Stadt des Landes. Rhenan Diwas, Leiter des Baguio City Environment and Parks Management Office, führt dies auf den Bauboom in der Stadt zurück. Die Umwandlung von Grünflächen in Wohn- und Gewerbegebiete verschlechterte die Luftqualität.
Selbst während der Pandemie-Lockdowns, als der Verkehr verschwand, blieb die Luftverschmutzung dreimal so hoch wie der globale Grenzwert. Seitdem ist die Luftqualität wieder gestiegen. Die Stadt kämpft weiterhin mit den Folgen der Luftverschmutzung.