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Badjao nutzen Meeresbeobachtungen zur Katastrophenvorsorge

Die indigene Badjao-Gemeinschaft in Sitio Naba, Barangay Mambaling, Cebu City, nutzt die Beobachtung von Gezeiten, Wellen und Strömungen, um sich auf herannahende Gefahren vorzubereiten.

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Symbolbild: Envato

Die Badjao-Gemeinschaft beobachtet die Veränderungen im Meer und nutzt dieses Wissen, um sich auf mögliche Katastrophen vorzubereiten. Diese Praxis wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Eine preisgekrönte Bachelorarbeit von drei Studierenden der University of the Philippines Cebu zeigt, dass Katastrophenvorsorgeprogramme das indigene Wissen der Badjao integrieren sollten.

Die Studie mit dem Titel „Shared Sea, Shared Risk“ gewann den Best Thesis Award an der University of the Philippines Cebu. Sie untersucht, wie die Badjao-Gemeinschaft Katastrophenrisiken durch ihre Kultur und ihre Beziehung zum Meer wahrnimmt.

Die Forscher Erna Bonsukan, Adrian Campugan und Jade Himalaloan betonen, dass die Katastrophenkommunikation in den Philippinen oft von oben nach unten verläuft. Dabei werden die Umweltkenntnisse der indigenen Gemeinschaften übersehen.

Die Badjao-Gemeinschaft lebt in informellen Küstengebieten, die anfällig für Überschwemmungen, Taifune, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel sind. Sie interpretieren Umweltgefahren anders als herkömmliche Katastrophenkommunikationsmodelle.

Die Studie zeigt, dass das Meer selbst als informelles Frühwarnsystem dient. Die Badjao beobachten Veränderungen in den Gezeiten, Wellenmustern und der Wasserbewegung, um gefährliche Bedingungen vorherzusagen.

Die Forscher empfehlen, dieses indigene Umweltwissen in die Vorbereitungsprogramme zu integrieren. Sie betonen, dass kulturelle Überzeugungen und gemeinsame Erfahrungen die Vorbereitung auf Katastrophen beeinflussen.

Die Badjao-Gemeinschaft teilt Katastrophenwissen durch Geschichten, Familiengespräche und tägliche Interaktionen. Diese Netzwerke beeinflussen, wie die Menschen Warnungen verstehen und darauf reagieren.

Die Forscher fordern lokale Regierungsstellen, die National Commission on Indigenous Peoples und Barangay-Katastrophenbeamte auf, kulturell angepasste Katastrophenstrategien zu übernehmen.

Quellen