Gesellschaft

Autor kritisiert blinde Gefolgschaft in der Iglesia ni Cristo

Ein Autor hat die blinde Gefolgschaft in der Iglesia ni Cristo (INC) kritisiert. Er bezweifelte die Genauigkeit der Zahlen, die die Sekte angeblich automatisch für gewählte Kandidaten zur Wahlzeit liefern kann. Diese Zahlen stimmen nicht mit offiziellen statistischen Zahlen überein.

A basketball court in the sand on a small island in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Der Autor stellt die unbedingte Gehorsamkeit in Frage, die von den Anhängern der INC verlangt wird. Diese sollen folgen und nicht widersprechen. Im Militär heißt es: "Gehorche, bevor du dich beschwerst." In der INC lautet die Anweisung: "Gehorche und beschwere dich nicht."

Der Autor betonte, dass auch biblische Helden Fragen stellten. Job, der als untadelig, aufrecht und gottesfürchtig beschrieben wird, verlor sein gesamtes Eigentum. Zunächst akzeptierte er sein Schicksal. Als jedoch vorgeschlagen wurde, dass sein Leid verdient sei, weil er gesündigt haben müsse, debattierte Job und bestand darauf, dass das Leid unverdient sei. Er stellte die göttliche Gerechtigkeit in Frage und forderte Gott heraus, die Weltordnung zu verteidigen.

Ein weiteres Beispiel ist die Jungfrau Maria. Sie fragte den Engel, wie es möglich sei, dass sie den Sohn Gottes gebären solle, obwohl sie keinen Mann kenne. Auch Jesus selbst stellte auf dem Kreuz die Frage: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

Der Autor erwähnt Thomas von Aquin, der seine theologischen Reflexionen stets mit Fragen begann. Spätere neuscholastische Traditionen begannen jedoch mit Aussagen und betrachteten Autoren, die diesen nicht folgten, als Verfechter von Falschheiten.

Der Autor betont, dass der Mut, Fragen zu stellen, in der INC und bei den sogenannten catolicos cerrados fehlt. Ein religiöser Führer, der blinden Gehorsam fordert oder sich von Menschen umgeben lässt, die nicht widersprechen können, instrumentalisiert die Religion für egoistische Zwecke.

Der Autor erinnert an Avery Dulles, einen konservativen Theologen, der sagte: "Wenn der Geist voller Gewissheit ist, bleibt kein Raum für Gott." Die Fragen, die heute gestellt werden, haben möglicherweise keine Antworten. Dennoch sollen die Fragen gestellt werden. Der Autor fragt, warum viele Gebete unbeantwortet bleiben, obwohl Jesus versprach, dass jeder, der bittet, empfangen wird.

Er fragt auch, ob Gott sein Versprechen nicht hält, wenn Gläubige leiden, obwohl sie Kirchenbesucher sind. Zudem fragt er, warum korrupte Menschen gedeihen. Der Autor betont, dass der Mut, Fragen zu stellen, in der INC und bei den sogenannten catolicos cerrados fehlt.

Quellen