Ateneo de Manila University steht unter doppelter Untersuchung
Die Ateneo de Manila University steht unter doppelter Untersuchung. Zum einen geht es um den tödlichen Schusswaffenvorfall an einer Schule, zum anderen um den rechtlichen Status von Thomas Anthony Baldwin.
Am Montag gab Baldwin zu, seit Beginn seiner Arbeit in den Philippinen vor 13 Jahren nie eine Arbeitsgenehmigung für Ausländer besessen zu haben. Seine Anwälte argumentierten, dass sein Daueraufenthaltsvisum ihn von dieser Pflicht befreie. Untersekretär Gerard Mosquera widersprach dieser Darstellung und bestätigte, dass Baldwin weder eine Arbeitsgenehmigung noch ein Befreiungszertifikat besitzt.
Das Justizministerium wird entscheiden, ob auch Studentenmanager und Balljungen in die Anklagen nach dem Anti-Hazing-Gesetz einbezogen werden. Die PNP-CIDG hatte nach dem Ertrinken von Rene Baterbonia und Divine Adili während eines Team-Camps in Dipaculao, Aurora, Anklagen empfohlen.
Interior Secretary Jonvic Remulla erklärte, dass die Ermittler zwar alle Anwesenden anklagen wollten, die Staatsanwaltschaft aber bestimmte Personen von der endgültigen Liste der Angeklagten ausschließen oder sie als Zeugen der Staatsanwaltschaft behandeln könnte.
Das Innenministerium forderte das Justizministerium auf, mögliche Haftungsansprüche gegen die Universitätsverwaltung zu prüfen. Diese habe die rechtliche Verpflichtung, für die Sicherheit der Studierenden zu sorgen.
Die PNP-CIDG hat Strafanzeige gegen Baldwin, die Kraft- und Konditionstrainer Grant Dearns und Caesar Vincent Elumba sowie die Assistenztrainer Dean Caesar Castaño, Sandro Nicholas Soriano und Reynaldo Jacinto Jr. gestellt. Auch die Studentenmanager Paolo Manuel Adevoso und Andrew Lorenzo Salud, der Physiotherapeut John Eric Rueca sowie die Mitarbeiter Aris Pronce und Joel Rapa sind in die Anzeige einbezogen.
Nach Baldwins Rücktritt am 15. Juni haben Arbeitsbehörden eine Vorladung herausgegeben. Die Universitätsverwaltung muss am 9. Juli zu einer Anhörung erscheinen, um frühere Arbeitsverträge zu überprüfen und die Einstellungspraktiken der Universität zu klären.