Armut in Western Visayas sinkt auf Vorkrisenniveau
Die Armutsquote in Western Visayas ist auf den niedrigsten Stand seit Jahren gesunken. Sie lag 2023 bei 13,7 Prozent. Damit liegt die Region unter dem nationalen Durchschnitt von 15,5 Prozent und dem Vorkrisenniveau. Das geht aus Daten der National Anti-Poverty Commission (NAPC) hervor.
Die neuesten Zahlen der NAPC zeigen, dass die Armutsquote in der Region 2021 bei 17,2 Prozent und 2018 bei 14,2 Prozent lag. Damit ist der Anstieg während der COVID-19-Pandemie wieder rückgängig gemacht worden.
Die monatliche Armutsgrenze für eine fünfköpfige Familie in Western Visayas liegt bei 13.900 Pesos. Die Armut wird auch anhand von Indikatoren wie Gesundheit, Bildung, Wohnen und Zugang zu Grundversorgung bewertet.
Laut NAPC leben landesweit 15,5 Prozent der Filipinos, etwa 17,54 Millionen Menschen, unter der Armutsgrenze.
NAPC-Generalsekretär Lope B. Santos III nannte die Zahlen ein Zeichen dafür, dass Western Visayas sich von der Pandemie erholt hat. Die Region habe sogar ihre Vorkrisen-Leistung übertroffen.
Santos führte die Verbesserung auf die wirtschaftliche Erholung und die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen zurück. Er betonte, dass die Armutsquote in der Region 2023 bei 13,7 Prozent lag. Das sei unter dem Vorkrisenniveau und zeige, dass sich die Wirtschaft verbessert habe.
Die NAPC hat begonnen, alle lokalen Verwaltungseinheiten über die Magna Carta der Armen zu informieren. Sie sollen lokale Armutsbekämpfungspläne entwickeln.
Santos nannte die folgenden Armutsquoten in den Provinzen von Western Visayas für 2023: Aklan 4,6 Prozent, Antique 18,9 Prozent, Capiz 13,4 Prozent, Guimaras 6,5 Prozent und Iloilo 15,2 Prozent.
Die NAPC will die Unterstützung für Bauern, Fischer, indigene Völker und benachteiligte Gebiete ausbauen. Sie setzt auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Behörden.
Santos betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Bureau of Fisheries and Aquatic Resources und dem Landwirtschaftsministerium. Er nannte die Zuckerindustrie als Beispiel, die rund 700.000 Menschen beschäftigt.
Santos hob die Notwendigkeit von Notfallmaßnahmen für die Zuckerindustrie hervor. Diese sollen von den Ministerien für Soziales und Arbeit unterstützt werden.
Die NAPC will gezielt die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen unterstützen. Das Statistikamt soll Daten liefern, um die Maßnahmen zu lenken.