Politik

Anwalt der Anklage wirft Verteidigung Ablenkung im Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte vor

Die Verteidigung im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat versucht, die Diskussionen auf ein Strafverfahren zu lenken. Das sagte die Anklagevertreterin Lorna Kapunan am Dienstag.

Scenic view of an old Spanish Church Ruins, Camiguin, Philippines
Symbolbild: Envato

Kapunan zeigte sich dankbar für die Senatoren-Richter, die die Diskussionen auf die Kernpunkte des Amtsenthebungsverfahrens zurückbrachten. Die Verteidigung hatte zuvor behauptet, dass Fälle von schweren Drohungen vor den Gemeinde- oder Regionalgerichten verhandelt werden sollten.

Die Verteidigung habe versucht, die Öffentlichkeit über die notwendigen Beweise für eine Verurteilung zu täuschen. Das Verfahren gegen Duterte sei kein Strafverfahren, sondern ein Amtsenthebungsverfahren. Ein Strafverfahren mit einer Anklage wegen Aufruhr und drei Anklagen wegen schwerer Drohungen sei beim Justizministerium anhängig.

Kapunan betonte, dass die Diskussionen im Amtsenthebungsverfahren um die Eignung eines Amtsträgers zum Dienst drehen sollten. Dabei gehe es um den angeblichen Verrat des öffentlichen Vertrauens und die schuldhafte Verletzung der Verfassung.

Der Anwalt Mark Vinluan der Verteidigung hatte während der Kreuzverhörs des Regionaldirektors des National Bureau of Investigation, Jeremy Lotoc, die Unterschiede zwischen einem Verbrechen und einem Vergehen erörtert. Lotoc war als Zeuge der Anklage für Artikel IV der Anklagepunkte gegen Duterte geladen worden.

Vinluan hatte darauf hingewiesen, dass schwere Drohungen vor den Gemeinde- oder Regionalgerichten verhandelt werden müssen. Lotoc bestätigte dies, betonte jedoch, dass dies nur für schwere Drohungen gelte.

Vinluan fragte weiter, ob beide Vergehen keine Amtsenthebungsgründe seien. Lotoc antwortete, dass dies die Interpretation der Senatoren-Richter sei.

Senator Vicente Sotto III klärte, dass das Verfahren vor dem Senats-Ausschuss für Amtsenthebungen ein Amtsenthebungsverfahren sei. Es gehe nicht um die Anklagen wegen schwerer Drohungen und Aufruhr.

Quellen