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Anklage wirft Verteidigung im Duterte-Prozess Haarspalterei vor

Die Anklage im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte warf der Verteidigung vor, sich auf unwesentliche Details zu konzentrieren. Dies geschah während der Kreuzverhörs des zweiten Zeugen der Anklage, Jeremy Lotoc, dem Regionaldirektor des National Bureau of Investigation (NBI) für die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao.

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Symbolbild: Envato

Der Verteidiger Mark Vinluan hatte Lotoc zu den NBI-Dokumenten befragt. Er zeigte dabei auf typografische Fehler und Unstimmigkeiten in Daten und Aktennummern. Die Verteidigung wollte damit aufzeigen, dass die NBI-Untersuchung zu den Drohungen der Vizepräsidentin gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. schlampig geführt wurde.

Terry Ridon, ein Ankläger des Repräsentantenhauses, kritisierte die Verteidigung. Er sagte, die Verteidigung habe zwar Dokumentenfehler angeführt, diese änderten aber nichts an der Drohung selbst. Ridon sprach am Dienstag, dem 14. Juli 2026, auf einer Pressekonferenz.

Die Vizepräsidentin hatte zuvor behauptet, dass die Beweise gegen sie gefälscht seien. Renee Co, Sprecherin der Anklage, widersprach dieser Darstellung. Sie betonte, dass das gesamte Land das Video der Drohung gesehen habe.

Nach der Kreuzverhör durch die Verteidigung gab der private Ankläger Amando Virgil Ligutan Lotoc die Möglichkeit, zu erklären, dass die dokumentarischen Fehler für den Fall unwesentlich seien. Lotoc bestätigte, dass die Drohungen der Vizepräsidentin ernst zu nehmen seien.

Die Verteidigung argumentierte, dass die schweren Drohungen und die Aufstachelung zur Sedition zwar Straftaten seien, aber keine Amtsenthebungsgründe darstellten. Die Anklage fragte Lotoc, ob die Vizepräsidentin das öffentliche Vertrauen verraten habe, als sie den Präsidenten bedrohte. Lotoc bejahte dies.

Lotoc verwies auf ein Medieninterview, das die Vizepräsidentin drei Tage nach der virtuellen Pressekonferenz gegeben hatte. Darin wiederholte sie ihre Drohung gegen Marcos, ohne diese zu leugnen. Die Anklage spielte während des Prozesses einen Ausschnitt dieses Videos.

Die Anklage wollte ursprünglich Zuleika Lopez, die Stabschefin des Vizepräsidentenamtes, als Zeugin aufrufen. Sie zog diesen Antrag jedoch zurück. Lopez war im November 2024 mit der Vizepräsidentin in deren Zelle im Repräsentantenhaus, als diese gestand, einen Auftragskiller auf den Präsidenten angesetzt zu haben.

Am sechsten Verhandlungstag, dem 15. Juli 2026, sollen mündliche Argumente darüber geführt werden, ob das Gericht die finanziellen Unterlagen der Vizepräsidentin einfordern soll.

Quellen