Politik

Anklage und Verteidigung streiten über Mordanschlag-Vorwürfe gegen Vizepräsidentin Sara Duterte

Die Anklage im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte behauptet, dass sie einen Auftragskiller angeheuert habe. Die Verteidigung bestreitet dies. Das sagte der Abgeordnete Zia Alonto Adiong am Mittwoch.

Palawan, Philippines, aerial view of Kayangan Lake in Coron island.
Symbolbild: Envato

Adiong und Mitglieder des Anklagepanels des Repräsentantenhauses wurden in einer Pressekonferenz gefragt, warum die Verteidigung behauptet, dass Duterte keinen Auftragskiller angeheuert habe. Sie bezogen sich auf eine Online-Pressekonferenz vom 23. November 2024.

Die Pressekonferenz ist ein zentrales Thema in den Amtsenthebungsverfahren. Der Senat behandelt Artikel IV der Anklagepunkte gegen Duterte.

Adiong, Sprecher des Anklagepanels, sagte, dass die Anklage Duterte vollständig glaube. Die Verteidigung hingegen nicht.

Adiong und der Abgeordnete Ysabel Maria Zamora aus San Juan sind sich einig. Sie betonen, dass kein Auftragskiller erscheinen muss, um zu beweisen, dass Duterte eine Amtsenthebungsstraftat begangen hat.

Zamora nannte die bloße Tatsache, dass Duterte diese Worte gesprochen habe, eine Bedrohung. Viele Menschen hätten das gehört.

Adiong nannte die Worte und Handlungen von Duterte entscheidend. Er betonte, dass das Verfahren die Selbstbeherrschung der Angeklagten prüfe.

Der Anwalt der Anklage, Benjamin Tolosa Jr., sagte, dass er an die Existenz eines Auftragskillers glaube. Duterte habe dies selbst zugegeben.

Tolosa nannte die Aussage von Duterte ein Geständnis gegen das eigene Interesse. Das sei ein Beweis für die Wahrheit ihrer Aussage.

Duterte hatte die Gelegenheit, ihre Aussagen zu klären. Sie bestätigte jedoch ihre Behauptungen, dass sie jemanden beauftragt habe, Präsident Ferdinand R. Marcos Jr., First Lady Liza Araneta Marcos und den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses Ferdinand Martin Romualdez zu töten.

Die Frage, ob Duterte einen Auftragskiller angeheuert hat, wird seit Beginn des Amtsenthebungsverfahrens am 6. Juli diskutiert.

Quellen