Angehoerige vermisster Sabungeros bestreiten Bestechungsvorwürfe
In Manila haben mehrere Angehörige vermisster Sabungeros, also Hahnenkampf-Fans, erklärt, dass Julie Patidongan sie gedrängt hat, Geld von der Gruppe des Geschäftsmanns Charlie Atong Ang zu fordern.
In einer gemeinsamen eidesstattlichen Erklärung vor dem Justizministerium am Freitag sagten 19 Angehörige der Vermissten, Patidongan habe ihnen wiederholt erzählt, sie könnten eine große Geldsumme von Ang erhalten.
Die Familien gaben zu, dass sie bei ihrem ersten Treffen mit Anwältin Caroline Cruz von der Pitmaster Foundation 50 Millionen Pesos pro Gruppe gefordert hatten. Diese Summe sollte auf fünf Millionen Pesos pro Mitglied aufgeteilt werden.
Sie betonten jedoch, dass die Idee, eine große Geldsumme zu fordern, von Patidongan stamme. Anwältin Cruz lehnte den Antrag ab, da die Stiftung nicht über die Mittel verfüge, um solche Summen zu gewähren.
In einer separaten Erklärung bestritten Cristy Ladao, Jocelyn Dela Cruz und Eloisa Bohol die Vorwürfe, sie hätten Bestechungsgelder von Angs Gruppe angenommen, um die Anklagen wegen Entführung und schwerer illegaler Freiheitsberaubung fallen zu lassen.
Ladao, deren Lebensgefährte Johnver Francisco 2021 verschwand, sagte, ihre Treffen mit Anwältin Cruz seien rein aus humanitären Gründen erfolgt. Cruz habe nichts im Gegenzug für die Hilfe verlangt.
Eloisa Bohol legte private Chat-Protokolle vor, die zeigten, dass die Kläger, ebenfalls Angehörige vermisster Hahnenkämpfer, eine Pauschalforderung sichern wollten.
Cruz bestritt ebenfalls, die Angehörigen bestochen zu haben. Sie sei zu Unrecht angeklagt worden, und die Vorwürfe gegen sie hätten keine rechtliche Grundlage.
Die Angeklagten betonten, dass die Strafverfolgung des Entführungsfalls gegen Ang weiterhin aktiv sei. Sie seien nie gezwungen oder ermutigt worden, zurückzutreten.
Die Fälle wurden bereits vor Gericht gebracht, und Haftbefehle gegen Ang wurden bereits ausgestellt.