Sicherheit

Angara und Davao-Gruppen fordern mehr Sicherheit an Schulen nach Gewaltvorfällen

Nach einer Reihe von Gewaltvorfällen an Schulen auf den Philippinen hat Bildungsminister Sonny Angara zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und einer genaueren Überwachung der Schülerinnen und Schüler aufgerufen. Am 22. Juni kam es zu einem tödlichen Schusswaffenvorfall an der San Jose National High School in Tacloban City, bei dem drei Schülerinnen und Schüler getötet und 20 weitere verletzt wurden.

The police officer is working with rugged laptop at the dam.acinar13
Symbolbild: Envato

Angara vermutete nach dem Vorfall, dass der Angriff geplant gewesen sein könnte. Es gab Hinweise darauf, dass die Verdächtigen, zwei Jugendliche im Alter von 15 und 14 Jahren, zuvor in einer Gruppenchat über eine „Mission“ gesprochen hatten. Die beiden Verdächtigen befinden sich nun in der Obhut der Police Regional Office-8. Die Behörden untersuchen, wie die Waffen in die Schule gelangt sind und ob Mobbing ein Motiv für den Angriff war.

Der Vorfall in Tacloban war der dritte gemeldete Fall von Schulgewalt innerhalb einer Woche. Am 16. Juni griff ein Schüler der achten Klasse eine fünfte Klasse an der Bethel Academy in General Trias City, Cavite, mit einem Küchenmesser an. Sieben Schülerinnen und Schüler wurden verletzt, zwei von ihnen mussten operiert werden. Die Polizei vermutet, dass der Täter unter Depressionen leidet und ihn medizinisch sowie psychologisch untersucht wird.

Drei Tage später, am 19. Juni, stach ein Schüler der Oberstufe an der Cavite National High School auf einen 18-jährigen Mitschüler ein, nachdem ein Streit in eine Schlägerei eskaliert war. Der Täter wurde festgenommen, während das Opfer ins Krankenhaus gebracht wurde.

Angara betonte, dass die Vorfälle die Notwendigkeit einer verbesserten Schulssicherheit und der Bekämpfung der Ursachen von Gewalt unter Jugendlichen zeigen. Er unterstützte Forderungen nach einer verstärkten Polizeipräsenz an Schulen, um gewalttätige Vorfälle abzuwehren.

In Davao City forderten Bildungsakteure ebenfalls sofortige Maßnahmen. Ali Cabrera, Koordinatorin von Rise for Education-Davao, verwies auf Daten des PISA 2022, wonach ein Drittel der philippinischen Schülerinnen und Schüler in der Schule gemobbt wird. Sie sprach sich gegen Pläne aus, das Mindestalter für strafrechtliche Verantwortung auf 10 Jahre zu senken.

Reynaldo Pardillo, Präsident der Alliance of Concerned Teachers-Davao Region, forderte die sofortige Einstellung von mehr Sicherheitskräften und psychologischen Fachkräften an Schulen. Er betonte, dass die Vorfälle auf langjährige Probleme im Bildungssektor hinweisen, insbesondere bei der Unterstützung der Lehrkräfte.

Davao City Councilor Antoinette Principe, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, warnte davor, dass ähnliche Vorfälle auch in Davao City passieren könnten. Sie betonte, dass viele öffentliche Schulen keine eigenen Sicherheitskräfte haben und die Stadtregierung bereit ist, mit dem Department of Education zusammenzuarbeiten, um die Schulssicherheit zu verbessern.

Quellen