Aboitiz-Gruppe übernimmt Caliraya-Botocan-Kalayaan-Hydrokomplex von den Lopezes
Die Aboitiz-Gruppe hat den Caliraya-Botocan-Kalayaan (CBK) Hydrokomplex von der Lopez-Gruppe übernommen. Der Weg des Komplexes zeigt die wechselvolle Geschichte der Infrastrukturinvestitionen auf den Philippinen.
Der CBK-Komplex wechselte mehrfach den Besitzer. Zuerst war die argentinische Firma Industrias Metalúrgicas Pescarmona Sociedad Anónima (IMPSA) beteiligt. IMPSA gewann die Ausschreibung, um den Komplex zu sanieren und zu betreiben. Das Unternehmen musste jedoch viele Herausforderungen überwinden. Dazu gehörten rechtliche Auseinandersetzungen, politische Konfrontationen und Medienkämpfe.
Die Philippinen erlebten nach der Jahrtausendwende eine wirtschaftliche Umwälzung. Die Asienkrise hatte die Finanzmärkte verändert und die langfristige Finanzierung für Infrastrukturprojekte erschwert. Der CBK-Komplex benötigte kontinuierliche Investitionen und technische Expertise. Er war kein gewöhnliches Wasserkraftwerk, sondern bot Flexibilität und Stabilität für das Stromnetz von Luzon.
Mit der Zeit änderten sich die Eigentumsverhältnisse. Japanische Investoren, darunter die Sumitomo Corporation, wurden zu wichtigen Teilhabern. Sie transformierten das Projekt in eine multinational finanzierte Infrastrukturplattform. Die Lopez-Gruppe blieb jedoch an dem Hydrokomplex interessiert. Sie erkannten dessen strategische Bedeutung für das Energiesystem der Philippinen.
Die Lopez-Gruppe sah in CBK mehr als nur eine weitere Stromquelle. Die Pumpspeicherfähigkeit des Komplexes machte ihn einzigartig. Er konnte Energie speichern, indem er Wasser in Reservoirs pumpte und es bei Bedarf freisetzte. Diese Fähigkeit war damals noch nicht weit verbreitet. Die Lopez-Gruppe erwarb den Komplex schließlich nach jahrelangen Verhandlungen und Eigentümerwechseln.
Die Übernahme des CBK-Komplexes durch die Aboitiz-Gruppe markiert einen wichtigen Schritt in der Geschichte der philippinischen Infrastruktur. Der Komplex wechselte von argentinischen Ingenieuren zu japanischen Investoren und schließlich zu den Lopezes. Nun gehört er der Aboitiz-Gruppe. Diese Entwicklung zeigt, wie sich die Eigentumsverhältnisse bei großen Infrastrukturprojekten ändern können.