Wirtschaft

93 Prozent der Filipinos sehen Bedarf an erschwinglichen Dachsolaranlagen

Eine neue Umfrage von Pulse Asia, die von der Kampagne Sayang Ang Araw, Gawing Mura ang Solar zitiert wurde, ergab, dass 93 Prozent der Filipinos der Meinung sind, dass der steigende Strombedarf erschwingliche Dachsolaranlagen immer notwendiger macht.

European parliament building in BrusselsRossHelen
Symbolbild: Envato

Die Kampagne zeigte, dass die Ergebnisse eine starke öffentliche Unterstützung für staatliche Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Dachsolaranlagen, zur Verbesserung des Zugangs zu Informationen, zur Erweiterung von Finanzierungsoptionen und zur Beseitigung von politischen und regulatorischen Hürden belegen.

Die Umfrage ergab ebenfalls, dass 93 Prozent der Befragten glauben, dass ein Übergang zu Dachsolaranlagen im Mainstream möglich ist, wenn Bürger Zugang zu den richtigen Informationen haben. Zudem sagten 91 Prozent, dass eine weit verbreitete Nutzung möglich ist, wenn erschwingliche Finanzierungsoptionen verfügbar sind.

Die Kampagne betonte, dass es nicht mehr darum geht, die Filipinos von den Vorteilen von Dachsolaranlagen zu überzeugen, sondern die Technologie einfacher und erschwinglicher zu machen.

Angesichts steigender Stromkosten sehen 85 Prozent der Befragten Dachsolaranlagen als Notwendigkeit und nicht als Luxus.

Die Umfrage zeigte auch eine breitere Besorgnis über die Energiesituation des Landes. 97 Prozent der Befragten äußerten sich besorgt über die aktuellen Energieherausforderungen. Zudem erkannten 77 Prozent die anhaltende Abhängigkeit der Philippinen von importiertem Öl, Kohle und Erdgas.

Bei der Frage nach langfristigen Lösungen identifizierten 66 Prozent der Befragten die Erweiterung erneuerbarer Energien als den wirksamsten Ansatz. Die Erschwinglichkeit von Dachsolaranlagen wurde dabei als höchste Priorität unter den Maßnahmen für erneuerbare Energien genannt.

Alberto Dalusung III, Energieübergangsberater des Institute for Climate and Sustainable Cities, sagte, dass die Ergebnisse ein klares politisches Signal senden. Filipinos lehnen Solarenergie nicht ab, sondern fordern die Bedingungen, die ihnen den Zugang ermöglichen.

Dalusung III fügte hinzu, dass Dachsolaranlagen den Verbrauchern helfen können, die Stromkosten zu managen, aktiver am Energiesystem teilzunehmen und die nationale Energiesicherheit zu stärken, indem die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen reduziert wird.

Brenda Valerio, Philippines Country Director von New Energy Nexus, nannte die Finanzierung als eines der größten Hindernisse für die Nutzung von Dachsolaranlagen. Sie betonte, dass die Nachfrage bereits vorhanden ist, aber viele philippinische Familien strukturellen Zugang benötigen.

Valerio sagte, dass durch die Erweiterung erschwinglicher Finanzierungsoptionen, wie spezialisierte Solar-Kredite, Ratenpläne, Leasingmodelle und Partnerschaften mit Finanzinstituten, saubere Energie inklusiver gemacht werden kann. Der Übergang sollte nicht auf diejenigen beschränkt sein, die die Anfangskosten tragen können, sondern für jede philippinische Familie erreichbar sein.

Die Kampagne fordert sofortige fiskalische und regulatorische Reformen, um Dachsolaranlagen zugänglicher zu machen. Dazu gehören die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Solartechnologien, die Verbesserung der Net-Metering-Implementierung, die Sicherstellung fairer Vergütung für überschüssigen Strom, der ins Netz eingespeist wird, sowie die Vereinfachung und Digitalisierung von Genehmigungsverfahren.

Net-Metering ermöglicht es Stromnutzern mit Dachsolaranlagen, überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen und dafür Gutschriften oder Vergütungen zu erhalten, was die Stromkosten senkt.

Jose Rafael Mendoza, Präsident der Philippine Solar and Storage Energy Alliance, sagte, dass der lokale Solar-Sektor bereit ist, zu liefern, wenn die Regierung bestehende Marktfriktionen reduziert. Er nannte Steuern, Gebühren, schwere administrative Prozesse, Finanzierungslücken und Koordinationsprobleme als Hürden, die Dachsolaranlagen schwerer und teurer machen.

Die Kampagne betonte, dass die Umfrage einen dringenden öffentlichen Auftrag für administrative und gesetzgeberische Entscheidungsträger darstellt, Reformen voranzutreiben, die Dachsolaranlagen für mehr Haushalte erschwinglich machen.

Quellen