Gesellschaft

70 Prozent der Korallen in Bais Bay gestorben

In Bais Bay sind 69 Prozent der untersuchten Korallenriffe abgestorben. Die Ursache sind anhaltende Abwasserlecks aus einer Ethanolfabrik der Universal Robina Corp. (URC).

Die Krise begann am 26. Oktober 2025, als ein Damm an der URC-Fabrik brach. Dabei gelangten 255.000 Kubikmeter giftige Vinasse in die Bucht. Lokale Fischer berichten, dass das Abwasser weiterhin ins Meer fließt.

Wissenschaftler der Silliman University und der Organisation Oceana fordern dringend staatliches Eingreifen. Sie wollen die Umweltkatastrophe stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Die Wissenschaftler warnten, dass die Korallenriffe in Bais Bay und dem Tañon Strait Protected Seascape weiter absterben. Die giftige Vinasse verursacht Algenblüten, die Sauerstoff aus dem Wasser ziehen und das Sonnenlicht blockieren.

Die Stadt Bais hatte nach dem Unfall den Notstand ausgerufen. Das Bureau of Fisheries and Aquatic Resources verbot vorübergehend das Fischen und Sammeln von Meeresprodukten in der Region.

Die URC versprach, den Schaden zu reparieren und die betroffenen Gemeinden zu unterstützen. Das Department of Environment and Natural Resources (DENR) will die Umweltgenehmigung der URC überprüfen und rechtliche Schritte prüfen.

Lokale Fischer berichten, dass das Abwasser weiterhin aus den Kanälen der Fabrik fließt. Sie beobachteten, wie das Abwasser über Straßen in den Ozean gelangt.

Dr. Aileen Maypa, Leiterin des Forschungsteams, bestätigte einen weiteren Fischsterben im Mai. Sie riet zur Vorsicht beim Verzehr von Meeresfrüchten aus Bais Bay.

Oceana fordert die Regierung auf, die Verschmutzung zu stoppen und strenge rechtliche Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zu ergreifen. Die Organisation betonte, dass die Ergebnisse der Wissenschaftler nicht nur akademisch sind.

Quellen