Politik

14 Länder feiern 10 Jahre Schiedsspruch im Südchinesischen Meer

Am Sonntag feierten 14 Länder den 10. Jahrestag des wegweisenden Schiedsspruchs im Südchinesischen Meer. Sie betonten, dass die Entscheidung weiterhin rechtlich bindend ist. Sie lehnten die weitreichenden maritimen Ansprüche Chinas ab, die auf sogenannten historischen Rechten beruhen.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die Philippinen, Australien, Kanada, Estland, Deutschland, Italien, Japan, Lettland, Litauen, Neuseeland, Rumänien, Slowenien, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten ihr Engagement für einen freien und offenen Indo-Pazifik. Dieser soll friedlich, stabil und regelbasiert sein.

Die Länder nannten das Urteil des Schiedsgerichts vom 12. Juli 2016, das auf der Grundlage von UNCLOS ergangen ist, endgültig und rechtlich bindend. Es gilt für die Philippinen und China bei den maritimen Ansprüchen und Rechten, die im Fall behandelt wurden.

Die gemeinsame Erklärung hob hervor, dass maritime Streitigkeiten friedlich und im Einklang mit der UNCLOS gelöst werden müssen. Sie betonte die Bedeutung des Schutzes der Freiheit der Schifffahrt und des Überflugs sowie anderer rechtmäßiger Nutzungen des Meeres.

Die Philippinen hatten den Schiedsgerichtsprozess 2013 vor dem Ständigen Schiedsgericht eingeleitet. Das geschah nach Jahren eskalierender Spannungen mit China über konkurrierende Ansprüche im Südchinesischen Meer. Das Gericht kassierte Chinas weitreichenden Anspruch der Neun-Strich-Linie. Es urteilte, dass Beijings Behauptung historischer Rechte über den größten Teil der strategischen Wasserstraße keine rechtliche Grundlage unter der UNCLOS hat.

Das Gericht bestätigte, dass Merkmale wie Panganiban Reef und Ayungin Shola innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone der Philippinen liegen. Trotz des Urteils hat China die Entscheidung nicht anerkannt oder befolgt. Es hat seine Präsenz und Aktivitäten in den umstrittenen Gewässern fortgesetzt. Dazu gehören Konfrontationen mit philippinischen Schiffen im Westphilippinischen Meer.

Die Unterzeichnerstaaten äußerten starken Widerstand gegen destabilisierende oder einseitige Maßnahmen, die Frieden und Stabilität in der Region bedrohen. Sie lehnten die Nutzung von Küstenwache, Militär und maritimen Milizschiffen ab, um rechtmäßige Operationen anderer Staaten auf See oder in der Luft zu belästigen, zu behindern oder einzuschüchtern. Solche Handlungen gefährden Personal und Fischer und untergraben den regionalen Frieden und die Sicherheit.

Die 14 Länder forderten die Parteien auf, sich an das Schiedsurteil von 2016 zu halten und Streitigkeiten friedlich durch Dialog und andere rechtmäßige Mechanismen im Einklang mit dem Völkerrecht zu lösen. Sie bekräftigten ihre Unterstützung für die Vision der ASEAN von einem Südchinesischen Meer als einem Meer des Friedens, der Stabilität, der Zusammenarbeit und des Wohlstands.

Quellen